Unter Kreativwirtschaft versteht man in der Schweiz diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und medialen Verbreitung von kulturellen und kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.
Zur Kreativwirtschaft Schweiz zählen die 13 Teilmärkte Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkmarkt, Markt für darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architektur, Werbemarkt, Software-/Games-Industrie, Kunsthandwerk, Pressemarkt und phonotechnischer Markt.
Insgesamt lässt sich für die Kreativwirtschaft Schweiz formulieren: In der überwiegend durch Mikrounternehmen geprägten Kreativwirtschaft sind in der Schweiz im Jahr 2008 über 200 000 Personen in gut 40 000 Betrieben beschäftigt. Dies entspricht 10 % aller Betriebe und 5 % aller Beschäftigten in der Schweiz.
Die Zahl der Beschäftigten hat zwischen 2005 und 2008 um 8 % zugenommen, die Zahl der Betriebe um 4 %. Somit ist die Kultur- und Kreativwirtschaft als Branche ähnlich schnell gewachsen wie die Gesamtwirtschaft der Schweiz – für Zürich werden die Entwicklungen noch dynamischer sein (s. dazu Link zum 3. Kreativwirtschaftsbericht Zürich in der rechten Spalte). Vergleicht man diese Zahlen mit den tendenziell rückläufigen Daten der letzten Erhebung, kann eindeutig von einer Trendwende gesprochen werden.
Die Kultur- und Kreativwirtschaft Schweiz erwirtschaftet eine Bruttowertschöpfung von CHF 20 574 Mio. und einen Umsatz von CHF 87 967 Mio. Der Anteil am BIP beträgt damit rund 4.2 %.


