Der phonotechnische Markt wird in die schweizerische Kreativwirtschaft als sogenannter ergänzender Teilmarkt einbezogen. Er bezieht sich auf diejenigen Wirtschaftszweige, die den Teilmärkten des Musik-, Film- und Rundfunkmarkts oftmals im weiteren Sinne zugeordnet werden. Zu den einzelnen Wirtschaftszweigen des phonotechnischen Marktes zählen: «Herstellung von Radio- und Fernsehgeräten einschliesslich phonotechnischer Geräte » sowie der entsprechende «Detailhandel». Wie die Eckdaten zeigen, erreichte der phonotechnische Markt im Jahre 2005 einen Bestand von insgesamt 1367 Unternehmen. Während die Phonotechnikproduktion wuchs – die Zahl der Unternehmen stieg zwischen 2001 und 2005 um 20 Prozent – schrumpfte der Detailhandel im gleichen Zeitraum um 8,1 Prozent. Die beiden Entwicklungslinien setzten sich auch zwischen 2004 und 2005 fort. Der Gesamtumsatz im phonotechnischen Markt lag im Jahre 2005 bei 2,3 Milliarden CHF. Gegenüber 2001 ging das Umsatzvolumen um 8,5 Prozent zurück. Dieser Trend ist für beide Wirtschaftszweige in gleicher Weise sichtbar. Während jedoch der Umsatz in der Pho- notechnikproduktion stetig weiter sank, verbesserte sich die Lage im Detailhandel und der negative Trend beim Umsatz konnte immerhin gestoppt werden. Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt leicht aufsteigende Tendenzen im Umsatzbereich. Der phonotechnische Markt erwirtschaftet seine Umsätze insgesamt mit dem Normalsteuersatz. Die Phonotechnikproduktion ist darüber hinaus mit 51 Prozent ihres Umsatzes auf den Auslandsmarkt gerichtet. Der Umsatzanteil der Kleinunternehmen erreicht einen Anteil von 8 Prozent. Die Schrumpfungsprozesse bei den Arbeitsstätten und beim Beschäftigungspotenzial fallen nach der «Betriebszählung» des Bundesamtes für Statistik (BfS) deutlich aus. Mit minus 11 Prozent bei den Arbeitsstätten und knapp minus 15 Prozent beim Personal hat der phonotechnische Markt im Vierjahreszeitraum Marktpotenziale abgegeben. Dies war jedoch aufgrund der drastischen Umsatzrückgänge nicht anders zu erwarten. Während in der Phonotechnikproduktion einige wenige grosse Arbeitsstätten vorhanden sind, ist der überwiegende Teil der Produktion von einer kleinteiligen Struktur geprägt. 94 Prozent der Arbeitsstätten haben weniger als 10 Beschäftigte je Betrieb. Mit der Detailanalyse der gesamten 13 Teilmärkte konnte eine vielfältige und heterogene Struktur der Kreativwirtschaft beschrieben werden. Im folgenden Kapitel soll die Perspektive auf der Basis der empirisch-quantitativen Analyse erweitert werden und die Schweiz in einen europäischen Kontext eingeordnet werden.


