Unter Kreativwirtschaft versteht man in der Schweiz diejenigen Kultur- und Kreativunternehmen, welche überwiegend erwerbswirtschaftlich orientiert sind und sich mit der Schaffung, Produktion, Verteilung und medialen Verbreitung von kulturellen und kreativen Gütern und Dienstleistungen befassen.

Zur Kreativwirtschaft Schweiz zählen die 13 Teilmärkte Musikwirtschaft, Buchmarkt, Kunstmarkt, Filmwirtschaft, Rundfunkmarkt, Markt für darstellende Kunst, Designwirtschaft, Architektur, Werbemarkt, Software-/Games-Industrie, Kunsthandwerk, Pressemarkt und phonotechnischer Markt.  

Insgesamt lässt sich für die Kreativwirtschaft Schweiz formulieren: Die überwiegend durch Mikrounternehmen geprägte Kreativwirtschaft bietet mehr als 200 000 Personen Voll- und Teilzeit- Arbeitsplätze, mit denen im Jahre 2005 ein Umsatzvolumen von insgesamt 61,7 Milliarden CHF erwirtschaftet werden konnte. Nach konservativer Schätzung hat die Kreativwirtschaft damit einen Beitrag in Höhe von 19,5  Milliarden CHF zur Bruttowertschöpfung in der Schweiz geleistet. Umgerechnet entspricht dies knapp 13 Milliarden Euro. Im Vergleichsjahr 2004 liegt der Anteil der Kreativwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem Wert von 4,2 Prozent zwischen der Uhrenindustrie u.ä. mit 2,5 Prozent, der Chemischen Industrie mit 3,4 Prozent und dem Gesundheits- und Sozialwesen mit 5,8 Prozent. Das Kreditgewerbe mit Banken und Versicherungen bleibt mit einem Wertschöpfungsanteil von 8,9 Prozent am BIP bis auf weiteres unerreicht.